Archive for August, 2010

Blut am Bilderrahmen

Blut am Bilderrahmen

Ein weiteres mal ist es an der Zeit …
… altes hinter sich zu Lassen
… alte Dinge zu begraben
… sich endgültig von der Vergangenheit zu Trennen.

Und dann erblicke ich etwas,
das bereits vergessen war.

Ich sehe Bilder vergangener Zeit.
Bilder voller Schönheit, Freude und Zufriedenheit.
Bilder von einer Zeit,
die mal die Meinige war.

Und ich sehe…
… an den Bilderahmen klebt blut …
und es fließt über diese Bilder.

Dieses Blut ist nicht irgendjemand seins…
… es ist das Meinige.
Diese Blut entspringt nicht einer Wunde,
sondern es enflieht meinem Herzen.
Begleitet von einem süßen Schmerz.

Und doch sind es keine Verletzungen, Wundern oder Narben.
Diese gibt es nicht.
Denn diese Bilder zeigen eine Zeit,
die voller Schönheit war.

Eine schöne Zeit,
die für immer auf diesen Bildern festgehalten wird.
Eine schöne Zeit,
die für immer in meinen Gedanken bleibt.
Eine schöne Zeit,
die es mir nicht leicht macht los zu lassen.
Eine schöne Zeit,
die ich als Tattoo auf meinem Arm verewigen werden.
Eine schöne Zeit,
die mich geprägt hat.
Eine schöne Zeit,
die mir gehörte.
Eine schöne Zeit,
dessen Erfahrung mir immer gehören wird.

Meine Herz blutet,
weil ich diese Zeit niemals mehr erleben werde.
Nur in meinen Gedanken bleibt diese.
Aber auch hier wird einst das Blut trocknen und verschwinden.

Und irgendwann kommt die Zeit,
da werde ich neue Bilder machen…
… und diese in einem schönen Bilderrahmen platzieren.

Posted on 29 August '10 by , under bin / sein / existenz, Leben, Romantik, Texte, Unwahr. No Comments.

Heimatlos Zuhause – Das Echo der eigenen Worte

Das Zuhause ist dort,
wo die Familie ist.

So lautet eine Volksweisheit.
Doch was ist, wenn man keine Familie mehr hat?
Wo befindet man sich dann,
wo ist die eigene Heimat?

Wenn jeder Besuch in den eigenen 4 Wände sich anfühlt,
als wäre man nur zu Besuch?
Wie in einem Gefängnis,
nur für eine (un)gewisse Zeit.

Nur wo geht man hin,
wenn man das Gefühl der Heimat …
… eines eigenen Zuhause braucht?

Dort wo man Wärme und Geborgenheit spürt.
Dort wo man sich Zuhause fühlt.
Dort wo man die Füße hoch legen kann.
Dort wo man von seinem Tag erzählt.
Dort wo jemand auf dich wartet.

… nur wo geht man dann hin?

Ein schwebender Zustand des Funktionierens!
Eine ruhelose Aneinanderreihung haltloser Gefühle.
Der einzige Laut – das zurück-schallende Echo der eigenen Worte…
… zurück-gerufen von den eigenen Wänden.

Doch Wände können nicht sprechen.
Sie hören nur zu.
Aber sie warten …
… jeden Tag

Ich richte mich auf,
wie Bäume, wenn sie wissen, dass es Zeit zum sterben ist.
Ich muss weg hier!

Posted on 26 August '10 by , under Bewusstsein, bin / sein / existenz, Gesellschaft, Leben, Texte. No Comments.