Ein weiteres mal ist es an der Zeit …
… altes hinter sich zu Lassen
… alte Dinge zu begraben
… sich endgültig von der Vergangenheit zu Trennen.
Und dann erblicke ich etwas,
das bereits vergessen war.
Ich sehe Bilder vergangener Zeit.
Bilder voller Schönheit, Freude und Zufriedenheit.
Bilder von einer Zeit,
die mal die Meinige war.
Und ich sehe…
… an den Bilderahmen klebt blut …
und es fließt über diese Bilder.
Dieses Blut ist nicht irgendjemand seins…
… es ist das Meinige.
Diese Blut entspringt nicht einer Wunde,
sondern es enflieht meinem Herzen.
Begleitet von einem süßen Schmerz.
Und doch sind es keine Verletzungen, Wundern oder Narben.
Diese gibt es nicht.
Denn diese Bilder zeigen eine Zeit,
die voller Schönheit war.
Eine schöne Zeit,
die für immer auf diesen Bildern festgehalten wird.
Eine schöne Zeit,
die für immer in meinen Gedanken bleibt.
Eine schöne Zeit,
die es mir nicht leicht macht los zu lassen.
Eine schöne Zeit,
die ich als Tattoo auf meinem Arm verewigen werden.
Eine schöne Zeit,
die mich geprägt hat.
Eine schöne Zeit,
die mir gehörte.
Eine schöne Zeit,
dessen Erfahrung mir immer gehören wird.
Meine Herz blutet,
weil ich diese Zeit niemals mehr erleben werde.
Nur in meinen Gedanken bleibt diese.
Aber auch hier wird einst das Blut trocknen und verschwinden.
Und irgendwann kommt die Zeit,
da werde ich neue Bilder machen…
… und diese in einem schönen Bilderrahmen platzieren.
Auf dem Boden in der Ecke liegt ein Liebesbrief…
… in meinem schwarzen Kämmerlein
Der Brief ward geschrieben von mir, für mich …
… ich lese ihn ganz für mich allein.
Zeilen voller romantischer Poesie …
… geschrieben mit blut-leerer Lippen.
Mir rangen die Thränen über die Wange …
… meine Zungenspitze versucht an dieser nippen.
Gedanken an vergangene Tage und gemeinsamer Stunden …
… doch alles ist nur noch eine Momentaufnahme.
Ein Hauch von Zweisamkeit liegt in der Luft …
… doch bin ich es – sind wir es – den ich umarme.
Die Erkenntnis berichtet mir von einer Euphorie des Augenblicks …
… und das Blut in meinen Adern scheint zu gefrieren.
Eine blasse Kälte durchtreibt das schwarze Kämmerlein …
… und am Ende sehe ich mir zu beim weinen.
Ein Gefühl von Einsamkeit streichelt meine Haut …
… und ich schaue mir dabei zu.
Die Erinnerungen an letzte Zärtlichkeiten erscheinen …
… und lassen mein Gemüt nicht in Ruh.
Ich lese meinen Liebesbrief …
… aufgebaut auf nebulösen Gedanken und Lügen.
Doch die Zeilen beginnen vor meinen Augen zu verschwimmen …
… und übrig bleibt nur eine verschleierte schöne Welt mich zu betrügen.
Nun sitze ich hier…
… in meinem schwarzen Kämmerlein.
Ruhelos gegen die wand starren …
… doch bin ich nicht Allein.
Ich streiche mir über die Haut und nehme mich in den Arm.