Archive for 'Unwahr'

Blut am Bilderrahmen

Blut am Bilderrahmen

Ein weiteres mal ist es an der Zeit …
… altes hinter sich zu Lassen
… alte Dinge zu begraben
… sich endgültig von der Vergangenheit zu Trennen.

Und dann erblicke ich etwas,
das bereits vergessen war.

Ich sehe Bilder vergangener Zeit.
Bilder voller Schönheit, Freude und Zufriedenheit.
Bilder von einer Zeit,
die mal die Meinige war.

Und ich sehe…
… an den Bilderahmen klebt blut …
und es fließt über diese Bilder.

Dieses Blut ist nicht irgendjemand seins…
… es ist das Meinige.
Diese Blut entspringt nicht einer Wunde,
sondern es enflieht meinem Herzen.
Begleitet von einem süßen Schmerz.

Und doch sind es keine Verletzungen, Wundern oder Narben.
Diese gibt es nicht.
Denn diese Bilder zeigen eine Zeit,
die voller Schönheit war.

Eine schöne Zeit,
die für immer auf diesen Bildern festgehalten wird.
Eine schöne Zeit,
die für immer in meinen Gedanken bleibt.
Eine schöne Zeit,
die es mir nicht leicht macht los zu lassen.
Eine schöne Zeit,
die ich als Tattoo auf meinem Arm verewigen werden.
Eine schöne Zeit,
die mich geprägt hat.
Eine schöne Zeit,
die mir gehörte.
Eine schöne Zeit,
dessen Erfahrung mir immer gehören wird.

Meine Herz blutet,
weil ich diese Zeit niemals mehr erleben werde.
Nur in meinen Gedanken bleibt diese.
Aber auch hier wird einst das Blut trocknen und verschwinden.

Und irgendwann kommt die Zeit,
da werde ich neue Bilder machen…
… und diese in einem schönen Bilderrahmen platzieren.

Posted on 29 August '10 by Bieberpelz, under Leben, Romantik, Texte, Unwahr, bin / sein / existenz. No Comments.

Ich sterbe jeden Tag aufs Neue

Ich sterbe jeden Tag aufs Neue

Der Morgen beginnt
Die Augenlider raffen sich auf
Erste Empfindungen durchdringen die Glieder
Ein neuer Tag beginnt
Das tägliche Sterben auch

Der tägliche Wahnsinn
Fertig machen
Arbeiten
Funktionieren
Ich sterbe immer weiter

Menschen
Sie laufen vorbei
Sie laufen mit
Sie sind aber nicht Existent
Somit laufe ich alleine
und sterbe immer mehr

Nach außen…
ruhig
gelassen
arrogant
besser
alles okay

Aber drinnen…
Krieg
Unruhe
Tobsucht
Angespannt
am sterben – immer wieder

Der Tag neigt sich dem Ende zu
Das Sterben wird weniger
Die Ruhelosigkeit legt sich

Das Buch wird zur Hand genommen
Ich tauche ein in eine andere Welt
In einer Welt,
wo gelebt und gestorben wird
Wenige Gedanken reißen mich wieder raus
lassen mich noch mal kurz sterben

Wenige male Sterben,
bis ich das Buch aus der Hand lege und die Augen schließe.
Ich Schlafe,
denn dort Lebe ich.
Ich lebe im Traum,
lebe aber nicht den Traum.

Und ich lebe nur so lange,
bis der Wecker klingelt und mich erneut sterben lässt.
Das hier und jetzt ist unwahr,
der Traum das einzige, was von Bedeutung ist.
Und jeder Traum schmerzt aufs Neue,
denn er zeigt mir die Welt,
in der ich einst gelebt habe …
… bevor ich anfing zu Sterben

Doch jetzt bin ich Tod.
Jeden Tag wieder.
Doch kann ich nicht aufhören zu Sterben.

Ich sterbe jeden Tag aufs Neue

Posted on 27 Juli '10 by Bieberpelz, under Bewusstsein, Leben, Texte, Unwahr, Wahnsinn, bin / sein / existenz. No Comments.

Des Kompliments bitterer Beigeschmack

Des Kompliments bitterer Beigeschmack

Wer mag es nicht?
Ein Kompliment zu Bekommen,
das einem zeigt, das man etwas Besonderes ist oder getan hat.

Es können schon kleine Gesten sein die den Tag erhellen.
Ob es ein freundliche Wort in Form eine Komplimentes ist,
ob es eine nette Gestik der Danksagung und des Respekt ist
oder ob es nur ein nettes und zusprechendes Lächeln ist…

… all dies kann den Tag erhellen …

Besonders schön ist es dann,
wenn man in tiefgründigen Gesprächen,
bei intensiven Kontakten
oder in starker Vertrautheit diese Komplimente bekommt.

*flüstern* ist es das?

Komplimente,
dessen Wert wesentlich höher sein sollte,
als die kleinen Tagesform erhellenden Kommentare.

Aber was ist,
wenn das Ganze fast nur noch einen bitteren Beigeschmack hat?
Man nicht mehr weiß,
welches Kompliment ist ernst gemeint und welches dient nur der Aufmunterung?
*flüsternd* Abschiebung
Man nicht mehr weiß,
ob das Kompliment vielleicht ernst gemeint war,
es aber einen Tag später ganz anders dargestellt wird?
Man Komplimente bekommt,
die etwas besagen das sich in der Realität nicht wieder trifft?

Dann verliert sich irgendwann einmal die eigene Interpretationsgabe diese zu Deuten.
Und Komplimente, die zu Anfangs positiv wirken, haben nun im Nachhinein einen bitteren Beigeschmack und führen sogar zu eine subtilen Abwehrhaltung.

Wie soll man denn noch etwas glauben,
wenn man gesagt bekommt das etwas ganz besonders war,
es aber danach ganz anders abgetan wird?
*flüsternd* gar nicht!

Wie soll man denn noch etwas glauben,
wenn man gesagt bekommt das man perfekt sei,
man selber aber immer gegenteiliges hat/sucht?
*flüsternd* gar nicht!

Wie soll man denn noch etwas glauben,
wenn einem etwas vermittelt wird,
das am Ende doch anders hingestellt wird?
*flüsternd* gar nicht!

Wie soll man denn noch etwas glauben,
wenn man für jeden der verständnisvolle beste Freund ist,
man aber überall nur auf dieser Ebene ausgenutzt wird?
*flüsternd* gar nicht!

Wie soll man denn noch etwas glauben,
wenn man einem aufmunternde Komplimente sagt,
man aber nicht das Gefühl bekommt das es ehrlich gemeint ist?
*flüsternd* gar nicht!

Wie soll man denn noch etwas glauben … *ScHrEiNd* gAr nIcHt!
Wie soll man denn noch etwas glauben … *ScHrEiNd* gAr nIcHt!
Wie soll man denn noch etwas glauben … *ScHrEiNd* gAr nIcHt!
Wie soll man denn noch etwas glauben … *ScHrEiNd* gAr nIcHt!
Wie soll man denn noch etwas glauben … *ScHrEiNd* gAr nIcHt!

… wenn von diesen ganzen Komplimenten keines sich in meiner Realität, meinen Welt und meinem Befinden wieder findet? …

… bin ich noch? …

Posted on 19 Juli '10 by Bieberpelz, under Bewusstsein, Gesellschaft, Leben, Maske, Texte, Unwahr, Wahnsinn, bin / sein / existenz. No Comments.

Naamio

Naamio

Gut drauf; Zufrieden; für jeden Spaß zu Haben
mutta takana maski?

Selbstbewusst; große Sprüche; große Aktionen
mutta takana maski?

Keine Peinlichkeiten; Nur Späße
mutta takana maski?

Ratschläge; Tipps, Weisheiten
mutta takana maski?

Immer zur Stelle; Gutherzig; Vorbildlich
mutta takana maski?

Arschloch; grob; Überlegen
mutta takana maski?

Arrogant; Hochnäsig; Was besseres
mutta takana maski?

Freunde; Bekannte; zu genüge
mutta takana maski?

mutta takana maski?
mutta takana maski?
mutta takana maski?
mutta takana maski?
mutta takana maski?
mutta takana maski?

Itken minulle aivan yksin!
Denn nichts ist wie es scheint.

ja minä huutaa … kuulumaton



—–

Mich würde interessieren ob jemand dessen Bedeutung erkennt/versteht/sieht…

Posted on 19 Juli '10 by Bieberpelz, under Bewusstsein, Gesellschaft, Leben, Maske, Texte, Unwahr, Wahnsinn, bin / sein / existenz. No Comments.

Transparente Wände

Transparente Wände

In Aufbruchstimmung aber gefangen hinter transparenten Wänden,
mich nach vorne tastend fühle ich die Berührung von Glas an meinen Händen.

Die Sinne riechen duftende Zärtlichkeiten,
doch kann ich diese hinter der Glasscheibe nicht erreichen.

Zu gerne würde ich einmal diese zarte Haut wieder spüren,
doch die Barriere lässt es nicht zu diese zu berühren.

Einfach hingehen und das Gespräch um Berührungen erweitern,
doch die Barriere der transparenten Wand lässt mich scheitern.

Eine Barriere, die selbst von mir geschaffen war,
zu meinem eigenen Schutze, ich durch diese nur noch starr.

Zu groß ist die Angst davor abgestoßen zu werden,
und selbst ohne jeglichen Versuch, liege ich weiterhin in Scherben.

Scherben die in das Fleisch der Seele zerschneiden,
die Sehnsucht nach Zweisamkeiten lassen mich weiterhin leiden.

Ein Versuch diese Barriere zu durchdringen könnte zu Glückseligkeit führen,
doch bleibe ich zurückhalten vor Angst, neue Wunden zu spüren.

Auch wenn gesagt wird Wunden verheilen,
so hinterlassen diese Narben die lange auf der Seele weilen.

Wunden dessen Schmerz welkt grässlich,
hinterlassen große Narben und Narben bleiben hässlich.

So schaue ich mir die Schönheit hinter der Glaswand weiterhin an,
und Träume von dieser und denke weiterhin daran.

Unerreichbar scheint diese Schönheit zu sein,
alles was bleibt die die Frage… Wie lange werde ich hier noch alleine verweilen?

Transparente Wände – Meine Wände

Posted on 19 Juli '10 by Bieberpelz, under Bewusstsein, Leben, Romantik, Texte, Unwahr, Wahnsinn. No Comments.

Ein Liebesbrief (Das Thränenkind)

Ein Liebesbrief (Das Thränenkind)

Auf dem Boden in der Ecke liegt ein Liebesbrief…
… in meinem schwarzen Kämmerlein
Der Brief ward geschrieben von mir, für mich …
… ich lese ihn ganz für mich allein.

Zeilen voller romantischer Poesie …
… geschrieben mit blut-leerer Lippen.
Mir rangen die Thränen über die Wange …
… meine Zungenspitze versucht an dieser nippen.

Gedanken an vergangene Tage und gemeinsamer Stunden …
… doch alles ist nur noch eine Momentaufnahme.
Ein Hauch von Zweisamkeit liegt in der Luft …
… doch bin ich es – sind wir es – den ich umarme.

Die Erkenntnis berichtet mir von einer Euphorie des Augenblicks …
… und das Blut in meinen Adern scheint zu gefrieren.
Eine blasse Kälte durchtreibt das schwarze Kämmerlein …
… und am Ende sehe ich mir zu beim weinen.

Ein Gefühl von Einsamkeit streichelt meine Haut …
… und ich schaue mir dabei zu.
Die Erinnerungen an letzte Zärtlichkeiten erscheinen …
… und lassen mein Gemüt nicht in Ruh.

Ich lese meinen Liebesbrief …
… aufgebaut auf nebulösen Gedanken und Lügen.
Doch die Zeilen beginnen vor meinen Augen zu verschwimmen …
… und übrig bleibt nur eine verschleierte schöne Welt mich zu betrügen.

Nun sitze ich hier…
… in meinem schwarzen Kämmerlein.
Ruhelos gegen die wand starren …
… doch bin ich nicht Allein.

Ich streiche mir über die Haut und nehme mich in den Arm.

Inspiration und Tribut: Thränenkind

Posted on 19 Juli '10 by Bieberpelz, under Bewusstsein, Leben, Romantik, Texte, Unwahr. No Comments.